Trauer um einen Wald

Es brennt im Wald von Fountainebleau. Ungefähr 60 km südlich von Paris, die „grüne Lunge“ der Metropole und UNESCO Biosphärenreservat.

Vor ein paar Wochen war ich noch da. Ja, zum Bouldern, weil es das beste Gebiet der Welt ist 😉 aber auch wegen dem Wald. Zum Energie tanken in dieser wunderschönen, uralten Natur. Ich liebe diesen Ort, auch das „drumherum“: die französische Kultur.

Es gibt ein paar Verdächtige zur Brandstiftung, darunter ein Feuerwehrmann. Die Frage nach dem „warum“ soll geklärt werden. Ein paar Klimawandelleugner fühlen sich von Brandstiftung als Auslöser bestätigt, weil „Hitze gabs ja schon immer, das ist nicht das Problem“. Es mag sein, dass die Verantwortlichen eine schlechte Kindheit hatten, dass sie eine genetische Dispostion zur Pyromanie haben oder einfach einen Hass auf die vielen Touristen die „ihren“ Wald ständig überfluten. Wahrscheinlich werden diese Touristen und Tagesausflügler sogar von Jahr zu Jahr mehr.

Warum ich mich wegen einem Wald so aufrege? Die Natur regeneriert sich doch von allein. Ja – aber das wird dauern. Alles regeneriert sich irgendwann, auch totes Material geht in neues Leben über.

Ich wünsche mir einfach einen reflektierten, empathischen Umgang miteinander. Im Kleinen, wie im Großen. Haß und Gewalt sind keine Lösungen. Für nichts und niemand. Es reicht nicht Sündenböcke anzuprangern, damit die eigene Schwäche übertüncht wird.

Wir sind alle eins:

Menschen, Tiere und Pflanzen. Wir sind alle abhängig voneinander, und das Mittel der Wahl ist Liebe.

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