Lange Zeit dachte ich, Empathie ist der Schlüssel, um Menschen besser zu verstehen und mit ihnen Fühlen zu können. Dieses “sich in den anderen hineinversetzen” bedeutet Emotionen mitzufühlen, von Freude bis Trauer. Empathie ist eine wunderbare Gabe und Voraussetzung für viele Berufe – so scheint es. Aber wie geht es eigentlich jemand, der/ die den ganzen Tag mit anderen Menschen mitleidet, bzw. deren Leid fühlt? Irgendwann nicht mehr so gut, je nachdem wie resilient man ist und sich seiner / ihrer Ressourcen bewusst ist. Für mich selbst habe ich entdeckt, dass es im Umgang mit anderen nicht nur um Empathie geht, sondern vor allem um Mitgefühl. Der Unterschied mag klein erscheinen, ist aber riesengroß an Bedeutung und wertvoll für alle die im sozialen Bereich tätig sind oder auch im Privaten sich nicht nur für die äußere Schale ihrer Mitmenschen interessieren.
Mitgefühl beinhaltet den Wunsch, dass andere nicht leiden sollen. Es geht um einen sanften, wohlwollenden und freundlichen Umgang miteinander – aber auch sich selbst gegenüber.
Experten unter euch mögen einen buddhistischen Einfluss in meinen Worten erkennen – den gebe ich gerne zu 🙂

