Flüsse verändern sich. Entweder durch den Mensch oder durch die Natur selbst. Veränderungen können dazuführen, dass der Fluss aus dem Gleichgewicht kommt, nicht mehr einfach dahin fließt oder sogar ins Stocken gerät.
Was könnte jetzt geschehen und was hat das mit uns zu tun?
Die Isar in München ist ein schönes Beispiel. Sie wurde in einem Zeitraum von sieben Jahren renaturiert (2000-2007). D.h. Kanäle, Stauungen und Ableitungen wurden rückgängig gemacht. Das grobe Ziel war eine ökologische Aufwertung mit Verbesserung der Erholungsfunktion. Die Qualität eines alpinen Wildflusses wollte zurückgewonnen werden. Aus meiner Sicht ist dies ein sehr wichtiges und gelungenes Projekt.
Auch wir Menschen sind manchmal nicht mehr „im Fluss“.
Falls wir uns noch aus den Stromschnellen reißen können, und nicht im Sog des Wasserstrudels gefangen sind, können wir uns, in kleinen Schritten, selbst helfen.
Einen Anfang können wir machen, indem wir Felsblöcke entfernen. Nicht die, die wir selbst nicht wegtragen können. Aber dennoch: je größer der Stein, desto schneller kann die Linderungen eintreten. Stein für Stein wird die Erleichterung spürbar und der Flow kommt zurück. Das Tempo bestimmt der Bauherr – also wir selbst. ༄

Der Bow River – neben der Isar mein Lieblingsfluss