Grundsätzlich ist der Plan, dass ich zu jedem Monatswechsel einen neuen Beitrag hochlade. Jetzt ist es schon fast Monatsmitte – was ist da los?
Zum einen gibt es momentan nicht DAS Thema für mich. Um mich herum öffen sich viele neue (und auch alte) Welten. Ich gehe ein paar Schritte in die eine und ein paar Schritte in die anderen Richtungen. Kenne allerdings inzwischen mein Ziel und das ist schon mal sehr entspannend. Dennoch bleibt der Weg, mit den vielen Türen, die sich öffenen und schließen. Mir fällt es oft schwer Türen zu schließen. Selbst wenn mir bewußt ist: wenn eine Tür zugeht, geht die andere auf. Aber ich will niemanden verletzen oder enttäuschen und deswegen ist es vermeintlich einfacher, wenn der/die andere die Tür zumacht und verriegelt. Dann könnte ich immer noch Widerspruch einlegen – will ich aber meistens nicht.
Zuviel reflektieren ist ausserdem auch nicht gesund. Und so fühle ich mich zur Zeit wie in einem Strudel von Tür auf, Tür zu und von einer Tür zur nächsten. Klar, es wird ruhiger werden, die Schritte wieder langsamer, früher oder später.
Mein Gefühl passt eigentlich ganz gut zum Frühlingserwachen: viele Knospen gehen auf, die Sonne scheint länger und öfter. Ein frischer Duft liegt in der Luft, die Vögel zwitschern. Das ist die eine Seite.
Die andere Seite sind Pflanzen, die sich nur schwer, oder vielleicht gar nicht mehr von der Winterkälte erholen können. Die auf der schattigen Seite leben, dort wo das Gezwitscher Lärm ist, der Duft Gestank und die Kälte zum Erstarren führt.
Alles ist immer vorhanden. Das Bild ist bunt UND schwarz UND weiß. Das eine braucht das andere für Veränderung und Wachstum. Denn nichts bleibt gleich und das ist gut so ֎


