Viele lieben, wie ich, das stand-up Paddeln. Letztens habe ich dabei etwas sehr Interessantes beobachtet: mit dem Wind im Rücken und mit Wellenrichtung, dachte ich, komme ich schnell ans andere Ende des Sees. Ich kam auch flott voran, doch von unten spürte ich einen Widerstand, den ich mit mehr Paddeln nicht wirklich verschwinden lassen konnte. Als ich zurückpaddelte, gegen die Wellen und gegen den Wind, war ich plötzlich schneller unterwegs, als zuvor mit Wind und Wellen.
Nun, ich habe nicht viel Ahnung von Physik und kann daher dieses Phänomen nicht einfach erklären. Aber ich war jedenfalls verblüfft.
Vom SUPn in größeren Wellen kenne ich das Momentum, wenn man auf der Welle ist und mit ihr gleitet – im Flow ist. Es gibt kein besseres Gefühl – allerdings ist es nicht so leicht, die perfekte Welle zu erwischen und dieser besondere Moment kann sehr kurzweilig sein.
Widerstand weckt Kräfte in uns, spornt uns an und kann uns an Ziele bringen, die wir uns vorher gar nicht vorstellen konnten. Rückenwind ist toll – aber Widerstand kann uns weiterbringen.
Manchmal ist Widerstand auch zwecklos – ihr sollt jetzt nicht dem Gewitter am See Widerstand leisten 😉 dann hilft Akzeptanz, Geduld und Kraftschöpfen bis zum nächsten Mal.


