Heute könnt ich mir zehn Minuten freinehmen und einfach Mal Selbstreflexion machen – nachdenken über mich. Geht das so spontan und in der Kürze, sozusagen auf Knopfdruck? Ich kann’s nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass geübte Meditierende Themen direkt im Inneren und jederzeit ansprechen können. Für mich braucht das Raum und Zeit in der richtigen Zusammensetzung. Außerdem besteht bei mir oft die Gefahr, dass der innere Kritiker sehr laut wird und mein wohlwollender Part immer leiser. Wenn es so ist, sollte ich mir vorstellen, was mir ein Freund*in sagen würde. Aber das gelingt nicht unbedingt.
Selbstreflexion heißt darüber hinaus ja auch, dass ich über mich und meine Rolle in meinem System, meinen bubbles, nachdenke. Frei nach Erich Lejeune: „Zeig´ mir Dein Umfeld und ich sag Dir, wann Du umfällst“. Also je nachdem, wie ich mich in meinem Umfeld bewege, wie ich es gestalte – bzw. das System mich-, kann eine Selbstreflexion in diese Richtung gerne umfangreicher werden. Was also tun?
Meine Themen kommen einfach – beim Autofahren zum Beispiel oder bei einem Spaziergang. Oder im Gespräch mit einer vertrauten Person. Aber das läßt sich auch nicht so einfach planen.
Selbstreflexion, für mich, ist also doch spontan – aber eben nicht auf Knopfdruck.
