Aufgewachsen im wunderschönen, bayrischen Alpenvorland in einem Ort mit ehemaligen Bergwerk und damals knapp 7000 Einwohnern. In diesem ersten Satz finden sich schon ein paar Klischees, die meine Heimat ausmachen könnten. Genauergesagt Klischees, die vermeintliche Rückschlüsse auf meine Prägung erlauben sollten.
Zum einen „Bayern“ – wer denkt da nicht an Trachtenverein, Blasmusik und Bier statt Muttermilch. Zum Anderen „Bergwerk“. Beides hat bestimmt Spuren in mir hinterlassen und dennoch empfinde ich, die Umgebung in welcher ich aufwuchs, und jetzt wieder heimisch bin, nicht als Heimat.
Warum ist das so?
Weil es sich um eine „äußere“ Heimat handelt. Diese prägt in kultureller Hinsicht, bei der politischen Orientierung und ist richtungsgebend, im Sinne von: entweder „passt scho – bleibt so wies is“ oder man entwickelt sich weiter und findet das beste für einen selbst, schaut über den Tellerrand.
Damit komme ich zu meiner Heimat – meiner „inneren Heimat“. Das sind meine Werte, meine Neigungen, Meinungen und Überzeugungen. Diese sind ortsunabhängig, von mir anpassbar und für mich wertvoll.
In meiner Heimat finden sich meine Ressourcen, auf die ich zurückgreifen kann und die mich stärken. Meine Heimat liegt in meinem Herzen – home is where the heart is.








