Mit Dankbarkeit erfüllt zu sein macht glücklich. Wenn ich jemand Dankbarkeit vermitteln kann, sind wir beide glücklich. Klingt erstmal einfach, aber reicht es nur “Danke” zu sagen?
Auf diese Frage haben Wissenschaftler der positiven Psychologie an der Chapel Hill University eine Antwort gefunden. Nein, es reicht nicht. Auch etwas kaufen als Gegenwert oder Entschädigung zum Geleisteten zielt oft am gewünschten bzw. erhofften Erfolg vorbei.
Warum ist das so?
Was kann ich anders machen?
In dem Moment, in dem ich danke sage, gilt es bei dem anderen Menschen – in meiner Wahrnehmung – zu bleiben, anstatt gleich wieder alles auf mich zu beziehen. So etwas wie: “Danke, das kann ich gut gebrauchen” hat nicht viel Effekt, weil ich nach dem danke sofort wieder bei mir bin. Besser ist es, das Dankeschön in eine Wertschätzung des Gegenübers zu verpacken. Das könnte dann in etwa so klingen: “Danke, dass Du Dir so viele Gedanken gemacht hast. Mit Deinem Gespür, Dich in andere reinzuversetzen hast Du für mich genau das richtige gefunden!“
Ok – hört sich etwas überzogen und gekünstelt an. Aber “echtes” Danksagen braucht Übung. Auf jeden Fall birgt ein “Danke”, welches nur ausgesprochen wird, weil wir es so gelernt haben, oder weil wir von jemanden angestupst wurden, wenig bis keine Wertschätzung für den anderen. Es ist durchschaubar, nicht echt und fast wertlos.
Worte werden vergessen, Blumen verwelken und Schokolade wird viel zu schnell gegessen (von mir jedenfalls) – was bleibt ist das Gefühl. Und gefühlte Dankbarkeit macht glücklich.
